„Demenz-Pflaster by petrakoczan“ ©
Informationsplattform für Angehörige von an Demenz erkrankten Personen in Erfurt
Montag, 11. März 2019
Abschied nach fast 10 Jahren...
Liebe Angehörige, liebe Interessenten, liebe Leser!
Nach fast 10 Jahren in der Selbsthilfe werde ich mich dieses Jahr so Stück für Stück aus den Leben der Selbsthilfegruppe herausnehmen und die Leitung der Gruppe in andere Hände abgeben.
Dieser Blog wird auch nicht mehr intensiv weitergeführt, bleibt aber die nächsten Jahre noch als Informationsquelle erhalten. Vielleicht schreibe ich ja irgendwann auch ein Buch über meine Erinnerungen, Erfahrungen und Erlebnisse.
Das Thema "Demenz" hat mein Leben über 10 Jahre mit vielen Höhen und Tiefen und Nuancen begleitet. Viele Ideen für unsere Gruppenveranstaltungen sind dabei spontan aus der jeweiligen Situation heraus geweckt worden. Die Selbsthilfegruppe war für mich in dieser Zeit eine wichtige Stütze, Quelle von Kraft, wichtigen Informationen und Erfahrungen. So konnte ich die schweren Zeiten als Angehörige einer demenzkranken Mutter ertragen und aushalten. Die Selbsthilfegruppe half mir, den Kopf oben zu behalten und nicht völlig zu verzweifeln.
Jetzt, ein halbes Jahr nach dem Tod meiner Mutter, möchte ich einfach nur Abstand vom Thema "Demenz". Ich möchte nicht daran denken und mich nicht damit befassen. Ich möchte mich anderen Themen widmen, in andere Welten eintauchen.
Die Selbsthilfegruppe wird (hoffentlich) weiterarbeiten. Es wird sich manches oder aber auch alles ändern und ich glaube fest an die Menschen in der Gruppe, ihren Willen, ihre Offenheit, ihre Ideen und ihre Erfahrungen. Es ist eine gute und erfahrene Gruppe zusammengewachsen, die auch gern weiter arbeiten möchte.
Ich drücke der neuen Gruppenleitung ganz fest die Daumen, für ihre Arbeit und ihre Pläne.
Zum Schluß möchte ich allen Angehörigen Mut zusprechen, sich auf Hilfe und Erfahrungsaustausch einzulassen, das ist besser als jede Medizin und Therapie, es wirkt - mit positiven Nebenwirkungen für die Seele... Nur Mut!
by petrakoczan
Dienstag, 19. Februar 2019
Wichtige Themen für 2019...
Für 2019 haben wir wieder ein Projekt geplant:
Den Alltag mit den Betroffenen innerhalb der
Familie immer wieder aufs Neue meistern
1.
Veranstaltungsreihe
In der Veranstaltungsreihe
werden medizinische und psychologische Themen aufgegriffen, die für viele
Angehörige mit Unsicherheiten verbunden sind:
1.1.
Medikamente:
So viel wie nötig, so wenig wie möglich - und bezahlbar soll es sein!
So
viele Medikamente jeden Tag, muss das denn sein? Wie lässt sich das Thema der
Medikation mit den behandelnden Ärzten besprechen, wie oft sollte die
Arzneigabe überprüft werden? Ziel sollte immer sein: So viel wie nötig, so
passend wie möglich.
1.2.
Naturheilkunde bei Demenz und für die Angehörigen - ein Überblick über Arzneien und Methoden
Naturheilkundliche Arzneien werden heute von den behandelnden Ärzten mehr und mehr verordnet - von den Familien einerseits gerne gesehen, doch es stellt sich die Frage der Finanzierung. Auch da braucht es Absprachen und Ausloten der Möglichkeiten.
Naturheilkunde bei Demenz und für die Angehörigen - ein Überblick über Arzneien und Methoden
Naturheilkundliche Arzneien werden heute von den behandelnden Ärzten mehr und mehr verordnet - von den Familien einerseits gerne gesehen, doch es stellt sich die Frage der Finanzierung. Auch da braucht es Absprachen und Ausloten der Möglichkeiten.
Wo
kann Naturheilkunde sinnvoll ergänzend eingesetzt werden? Heute stehen
unzählige Präparate und Methoden zur Verfügungen, die Werbung verspricht uns
schnelle Hilfe. Wir schauen uns das Thema der Selbst-Medikation an - was kann
bedenkenlos kombiniert werden, was braucht Absprache?
Dies Themen 1.1. und 1.2. sollen
aufeinander folgend an zwei Nachmittagen, am 14.2.2018 und am 14.3.2018
besprochen werden. Es geht v.a. um Information, Erfahrungsaustausch und die
Ermutigung sich für eine sinnvolle Behandlung einzusetzen und ein kritisches
Hinterfragen von Selbst-Medikation.
1.3.
Leben
mit Demenz-Betroffenen: Was bleibt - wovon muss ich Abschied nehmen? Was hat
uns früher verbunden - was davon ist noch da?
Im Herbst, am 10.10.2019, im dritten Teil der Veranstaltungsreihe schauen wir auf die Veränderungen in der Beziehung zu der demenzerkrankten Person:
Im Herbst, am 10.10.2019, im dritten Teil der Veranstaltungsreihe schauen wir auf die Veränderungen in der Beziehung zu der demenzerkrankten Person:
Was hat Sie früher
verbunden, was davon erkennen Sie heute noch, was ist weiterhin möglich - an
Gespräch, an Aktivität? Wovon mussten Sie im Laufe der Jahre Abschied nehmen
und wie gelingt das?
Referentin:
Rosemarie Kaiser,
Heilpraktikerin, Dipl.-Sozialpädagogin, Supervisorin
Ein Schwerpunkt ihrer
Praxis- und Vortagsarbeit sind gerontologische Themen.
Es ist ihr ein Anliegen,
Brücken zu bauen zwischen der Schulmedizin und der Naturheilkunde und sich für
eine integrative Medizin einzusetzen.
2.
Veranstaltungsreihe
Buchlesung
mit Frau Röser vom Singlieselverlag am 9.5.2019
Mit dem Singlieselverlag
wurden schon zwei Lesungen in den vergangenen Jahren durchgeführt und durch die
AOK gefördert, Lesung „Mein Vater und die Gummiente“ und „Musik als Königsweg im Umgang mit Demenz“.
Die Präsentation und die
Vorstellung von neu erschienener Literatur des Singlieselverlages sind für alle
Teilnehmer sehr informativ und muntern auf, sich dem Thema Demenz und den
Bedürfnissen von den betroffenen Familienangehörigen speziell zu widmen.
Angehörige haben die Möglichkeit, so den streng organisierten Alltag
miteinander in der Familie aufzulockern. Frau Röser ist uns dabei als eine sehr
gute Gesprächspartnerin und Vorleserin bekannt. Sie kann sich aus eigener
Erfahrung heraus gut in die bestehenden Bedürfnisse von Angehörigen und auch
den Betroffenen hineinversetzen.
Frau Röser wird am
9.5.2019 wieder Neuerscheinungen präsentieren.
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Notfallplan
Desweiteren wurde festgestellt, daß die Thematik "Notfallplan" viele Angehörige sehr beschäftigt. Wir werden uns mit dem Thema demnächst auch hier und in einer Gruppenveranstaltung beschäftigen. Eine Ideensammlung gibt es schon.
by petrakoczan
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